Kaffeetrinken mit Fresubin

Mangelernährung

Oft übersehenes Problem

Mangelernährung

Was ist Mangelernährung?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin definiert Mangelernährung als „ein anhaltendes Defizit an Energie und/oder Nährstoffen im Sinne einer negativen Bilanz zwischen Aufnahme und Bedarf mit Konsequenzen und Einbußen für Ernährungszustand, physiologische Funktionen und Gesundheitszustand“.

Mangelernährung ist oft ein schleichender Prozess. Oftmals bemerken wir eine unzureichende Ernährung erst, wenn die Kleidung plötzlich zu weit ist oder der Gürtel die Hosen nicht mehr richtig hält. Doch auch Müdigkeit, starke Erschöpfung und Teilnahmslosigkeit können Anzeichen von Nährstoffmangel sein.

Für wen besteht ein erhöhtes Risiko?

1,6 Millionen der über 60-Jährigen in Deutschland leiden an chronischer Mangelernährung. Vor allem Menschen über 65 Jahre und Krebspatienten droht eine Mangelernährung.

Es gibt zahlreiche Situationen, in denen es Probleme mit der Ernährung geben kann: nach Operationen, bei schweren Erkrankungen wie Krebs oder im Alter. Je nach Art der Ernährungsstörung können dann Appetitlosigkeit, Kau- und Schluckbeschwerden, Geschmacksveränderungen oder frühzeitige Sättigung die Nahrungszufuhr verleiden. Viele Betroffene nehmen Gewicht ab, fühlen sich schwach, müde und antriebslos.

Besonders gefährdet sind:

  • Menschen über 65 Jahre, die alleine oder in Pflegeheimen leben
  • Erwachsene nach einem Schlaganfall
  • Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Demenz oder Parkinson
  • Menschen, die an Krebs leiden oder wegen einer Krebserkrankung behandelt werden
  • Menschen mit anderen chronischen Erkrankungen wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), chronische Atemwegserkrankungen (z. B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und chronische Herzinsuffizienz
  • Menschen, die an Kau- oder Schluckstörungen, Appetitlosigkeit oder veränderten Geschmacksempfinden leiden
  • Menschen mit starken psychischen Belastungen oder Depression
  • Menschen die viele Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen

Erste Anzeichen von Mangelernährung erkennen

Haben Sie in der letzten Zeit Gewicht verloren? Fühlen Sie sich schwach, müde und antriebslos? Können Sie viele Dinge nicht mehr so erledigen wie gewohnt, weil Ihnen die Energie dazu fehlt? Dann sollten Sie frühzeitig reagieren. Eine ausgewogene und ausreichende Ernährung ist jetzt besonders wichtig, um einer Mangelernährung entgegenzuwirken und bei Kräften und gutem Wohlbefinden zu bleiben. Unterstützen Sie Ihren Körper so gut wie möglich durch eine zusätzliche Energie- und Nährstoffversorgung mittels Fresubin Trinknahrung. Eine Hilfe zur Einschätzung Ihres persönlichen Risikos für Mangelernährung bieten der Ernährungs-Check und der Fragebogen zum Mangelernährungsrisiko.

 

Warnzeichen von Mangelernährung

  • Ungewollte Gewichtsabnahme in den vergangenen 3-6 Monaten
  • Energie- und Kraftlosigkeit
  • Anhaltender Erschöpfungszustand
  • Niedergeschlagenheit
  • Zunahme an Krankheiten oder Infektionen

Bei einer Ernährung, die unseren Nährstoffbedarf nicht deckt, besteht das Risiko einer Mangelernährung. Auch in den Industrienationen können Mangelernährung und Nährstoffmangel nicht ausgeschlossen werden.

Folgen einer Mangelernährung

Eine unfreiwillige Gewichtsabnahme stellt für Betroffene oft eine große Belastung dar, denn jedes Gramm zu wenig auf der Waage kann negative Begleiteffekte haben. Wer eine Mangelernährung entwickelt, wird schneller krank und braucht viel länger, um nach einer Krankheit wieder zu Kräften zu kommen. Außerdem steigt die Infektanfälligkeit und die Toleranz gegenüber therapeutischen Maßnahmen nimmt ab.

Mangelernährung im Alter

Bei einem Drittel aller alleinlebenden älteren Menschen besteht das Risiko einer Mangelernährung. Bei Menschen, die 65 Jahre oder älter sind, besteht ein 40 % höheres Risiko für eine Mangelernährung als bei Menschen, die jünger als 65 Jahre sind.
Im höheren Alter treten bei vielen Menschen immer häufiger Probleme mit der Ernährung auf. Die Ursache können typische Altersveränderungen aber auch altersbedingte Erkrankungen sein. So klagen Senioren häufiger über Appetitlosigkeit z. B. durch verminderte Geschmackswahrnehmung oder frühzeitige Sättigung. Auch eine verminderte Speichelproduktion, sowie Kau- und Schluckbeschwerden können die Nahrungszufuhr erschweren. Oftmals werden die Portionen dann kleiner und die Auswahl an Speisen immer einseitiger.

Körpereigene Reserven schonen, um drohender oder bestehender Mangelernährung entgegenzuwirken

Wird dauerhaft zu wenig gegessen, werden meist zu wenig lebensnotwendige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe aufgenommen. Der Körper muss von den Reserven zehren und eine Mangelernährung kann entstehen. Meist macht sich dies auf der Waage durch eine Gewichtsabnahme bemerkbar. Die Gefahr für Stürze und Knochenbrüche kann steigen und es kann unter Umständen zunehmend schwieriger werden, alle Alltagsaktivitäten eigenständig zu erledigen. Treten Krankheiten auf, hat der Organismus diesen wenig entgegenzusetzen. Wenn Sie prüfen möchten, ob bei Ihnen das Risiko für eine Unterernährung besteht, machen Sie den Ernährungs-Check.

Gesund und fit bleiben durch gesunde Ernährung

Da es gerade im Alter sehr schwierig ist, einen Verlust an Gewicht wieder aufzuholen, sollte frühzeitig reagiert werden. Um bei Kräften und möglichst lange unabhängig und eigenständig zu bleiben, ist eine gesunde Ernährung von großer Bedeutung. Bei vielen Beschwerden, die das Essen und Trinken beeinträchtigen, können gezielte Veränderungen der Kost häufig eine deutliche Besserung hervorrufen. Beispielsweise kann eine weiche Kost bei Kau- und Schluckstörungen das Essen erheblich erleichtern. Eine zusätzliche gezielte Energie- und Nährstoffversorgung leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag, um einer drohenden oder bestehenden Mangelernährung entgegenzuwirken.