Ernährung bei Krebs: Bedeutung und Unterstützung des Körpers

Eine angepasste Ernährung hat bei Krebs eine zentrale Bedeutung, da Erkrankung und Therapie den Appetit, die Nahrungsaufnahme und den Stoffwechsel beeinflussen können. Dadurch steigt das Risiko für Gewichtsverlust, Muskelabbau und Mangelernährung. Eine gezielte Ernährung unterstützt den Körper dabei, den Energie- und Nährstoffbedarf zu decken, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und die Behandlung besser zu vertragen. Wenn die normale Ernährung nicht ausreicht, können ergänzende Maßnahmen wie medizinische Trinknahrungen helfen, Versorgungslücken zu schließen. Eine individuelle Abstimmung mit Arzt oder Ernährungsberatung ist dabei entscheidend.

Erfahren Sie mehr über:

Warum die Ernährung bei einer Krebserkrankung wichtig ist

Krebs und Krebstherapien können die Nahrungsaufnahme und den Stoffwechsel deutlich beeinflussen. Häufige Nebenwirkungen wie Appetitverlust, Geschmacksveränderungen, Übelkeit oder Entzündungen im Mundbereich erschweren es vielen Betroffenen, ausreichend zu essen und den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. 1

Eine unzureichende Ernährung kann dazu führen, dass der Körper an Muskelmasse und Energie verliert. Dadurch werden nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität beeinträchtigt, sondern auch die Fähigkeit des Körpers, auf die Behandlung zu reagieren.2

Deshalb ist eine angepasste Ernährung entscheidend: 

Sie hilf, den Nährstoffbedarf zu decken, den Körper zu stärken und die Therapie bestmöglich zu unterstützen. 

Fresubin weist darauf hin, dass mehr als 40 % der Krebspatienten unter ungewolltem Gewichtsverlust leiden

Was kann helfen, wenn Essen bei Krebs schwierig ist?

Während einer Krebserkrankung kann es durch Appetitverlust, Nebenwirkungen der Therapie oder einen erhöhten Bedarf schwierig sein, ausreichend Nahrung zu sich zu nehmen. In solchen Situationen besteht ein erhöhtes Risiko für Mangelernährung, Gewichtsverlust und einen Abbau von Muskelmasse.

Gezielte Ernährung kann helfen:
Wenn die normale Ernährung nicht ausreicht, kann medizinische Trinknahrungen eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie wurden speziell entwickelt, um den Körper zusätzlich mit Energie, Eiweiß und wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Trinknahrungen unterstützen dabei:

  • den Energie- und Nährstoffbedarf gezielt zu decken
  • unerwünschten Gewichtsverlust zu vermeiden oder auszugleichen
  • die Muskelmasse und körperliche Leistungsfähigkeit zu stabilisieren
  • die Genesung und Verträglichkeit der Behandlung zu unterstützen

Wichtig: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Ernährungsberaterin bzw. einem Ernährungsberater, um die passende Trinknahrung für Ihre individuelle Situation zu finden.

Haben Sie Nebenwirkungen, die Ihnen das Essen erschweren? Finden Sie die richtige Unterstützung: ONS von Fresubin kann Ihre übliche Ernährung mit Nährstoffen ergänzen. Lassen Sie sich fachkundig beraten: Fragen Sie Ihren Arzt oder Ernährungsberater, welches ONS- und Fresubin-Produkt Ihren Bedürfnissen entspricht. Behandeln Sie die Symptome: Gezielte Strategien können helfen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit sowie Mund- oder Magen-Darm-Geschwüre in den Griff zu bekommen

Ernährung bei Krebs: Marys Weg trotz Gewichtsverlust

Mary, 56, an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt,  hatte aufgrund von Schmerzen, Appetitverlust und starkem Gewichtsverlust große Schwierigkeiten, während ihrer Krebsbehandlung ausreichend zu essen.

In enger Abstimmung mit dem Behandlungsteam  wurde ihr Ernährungsplan gezielt angepasst – sowohl vor der Operation als auch während der Chemotherapie. Durch individuelle Ernährungslösungen konnte Mary ihren Energie- und Nährstoffbedarf besser decken, ihren Gewichtsverlust stabilisieren und ihre körperliche Kraft während der gesamten Behandlung unterstützen.

Ihre Erfahrung zeigt:
Eine individuell angepasste Ernährung bei Krebs kann helfen, den Körper zu stärken, Mangelernährung vorzubeugen und die Belastungen der Therapie besser zu bewältigen.

Eine Frau mit kurzen, lockigen grauen Haaren lächelt sanft, während sie eine violette Tasse Kaffee in der Hand hält, in dem Wissen, dass sie von den Nahrungsergänzungsmitteln von Fresubin unterstützt wird

Was tun, wenn Symptome die Nahrungsaufnahme bei Krebs erschweren?

Wenn Symptome wie Appetitverlust, Übelkeit, Fatigue/Müdigkeit, Energielosigkeit oder Beschwerden im Mund‑ und Magen‑Darm‑Bereich auftreten, kann dies die Nahrungsaufnahme im Alltag deutlich erschweren.3 Dadurch steigt das Risiko für Gewichtsverlust, Muskelabbau und Mangelernährung.

Deshalb ist es wichtig, frühzeitig zu handeln:
Lassen Sie Ihren Ernährungszustand regelmäßig überprüfen und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Ernährungsberatung über Veränderungen Ihres Appetits, Gewichts oder Ihrer Beschwerden.

Wenn die Nahrungsaufnahme nicht ausreicht, können ergänzende Maßnahmen wie medizinische Trinknahrungen helfen, Ernährungslücken zu schließen und den Körper gezielt mit Energie und Nährstoffen zu versorgen.

Eine frühzeitige Ernährungsunterstützung – beispielsweise vor einer Operation oder während der Krebstherapie – kann dazu beitragen, den Körper zu stärken und die Behandlung besser zu bewältigen.

Fresubin erläutert häufige Krebsbeschwerden, die sich auf die Nahrungsaufnahme auswirken: 50–60 % der Patienten leiden bei der Diagnose unter Appetitlosigkeit, und ein verminderter Appetit führt zu Gewichtsverlust und einem erhöhten Ernährungsrisiko. Bis zu 90 % der Patienten sind von Müdigkeit betroffen, und eine ausreichende Zufuhr von Energie und Proteinen hilft Ihrem Körper, damit umzugehen. Krebs führt zu einem Rückgang der Muskelmasse, der Kraft und der körperlichen Leistungsfähigkeit. Mundschleimhautentzündungen, Mundgeschwüre und Schluckbeschwerden schränken die Nahrungsaufnahme erheblich ein.


Häufige Fragen zum Thema Ernährung bei Krebs

Eine ausgewogene Ernährung hilft, den Ernährungszustand zu stabilisieren, die Lebensqualität zu verbessern und die Verträglichkeit der Behandlung zu erhöhen. Sie kann außerdem Komplikationen reduzieren und den Heilungsprozess unterstützen.4

Nein. Es ist wissenschaftlich nicht erwiesen, dass sogenannte "Krebsdiäten" das Tumorwachstum verhindern, verlangsamen oder einer erneuten Krebsvermehrung vorbeugen. "Krebsdiäten" werden von den Fachgestellschaftem für Ernährungsmedizin in ihren Leitlinien zur Ernährung bei Krebs explizit nicht empfohlen. Durch die größenteils einseitige Ernährung bei Krebs ist jedoch die Gefahr groß, dass Ernährungsdefizite entstehen können. 

Von allen Hungerdiäten muss dringend abgeraten werden, da dadurch der gesamte Organismus (inklusive Immunsystem) noch zusätzlich zur schon bestehenden Belastung durch die Erkrankung und Therapie geschwächt wird. Stärken Sie Ihr Immunsystem also durch eine ausreichende Nährstoffversorgung: Ein guter Ernährungszustand stärkt die Abwehrkräfte, fördert die Lebensqualität und kann dafür sorgen, dass Sie Ihre Therapie besser vertragen. Auch Krankhausaufenthalte können durch gezielte Ernährungsmaßnahmen bei Krebs vor und nach OP verkürzt sein. 

Krebs kann den Stoffwechsel verändern und den Energiebedarf erhöhen. Gleichzeitig führen Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Appetitlosigkeit oft dazu, dass weniger Nahrung aufgenommen wird. Dies kann zu Muskelabbau und Gewichtsverlust führen.

Appetitverlust, Übelkeit oder Geschmacksveränderungen können die Nahrungsaufnahme erschweren. In solchen Fällen können kleine, häufige Mahlzeiten und ergänzende Maßnahmen wie medizinische Trinknahrungen helfen, den Körper ausreichend zu versorgen.

Medizinische Trinknahrungen können eingesetzt werden, wenn die normale Ernährung nicht ausreicht, um den Energie- und Nährstoffbedarf zu decken. Sie helfen, Gewichtsverlust auszugleichen, die Muskelmasse zu stabilisieren und den Körper während der Therapie zu unterstützen.

Bei ungewolltem Gewichtsverlust, anhaltendem Appetitverlust oder Verdacht auf Mangelernährung sollte frühzeitig ein Arzt oder eine Ernährungsberatung hinzugezogen werden, um geeignete Maßnahmen einzuleiten.


1 Milliron BJ, Packel L, Dychtwald D et al. When Eating Becomes Torturous: Understanding Nutrition-Related Cancer Treatment Side Effects among Individuals with Cancer and Their Caregivers. Nutrients. 2022;14.

2 Bruggeman AR, Kamal AH, LeBlanc TW et al. Cancer Cachexia: Beyond Weight Loss. J Oncol Pract. 2016;12:1163–1171.

3 Fatigue (Chronische Müdigkeit bei Krebs) | Deutsche Krebshilfe

4 Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Klinische Ernährung in der Onkologie, Langversion 1.0, 2026, AWMF Registernummer: 073 - 006OL, https://www.leitlinienprogramm onkologie.de/leitlinien/klinische-ernaehrung-in-der-onkologie; Zugriff am [22.06.2026]