Achten Sie auf Gewichtsverlust, nachlassende Kraft und Veränderungen beim Essen. 

Mangelernährung im Alter entwickelt sich häufig schleichend. Ein zentrales Warnzeichen ist ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust. Auch Schwäche oder eine nachlassende Leistungsfähigkeit können früh auf eine unzureichende Versorgung hinweisen. Veränderungen des Appetits, des Geschmacks- und Geruchssinns, der Kauleistung oder der Verdauung können die Ernährung im Alter zusätzlich erschweren.2

 

Was bedeutet Mangelernährung im Alter?

 

Mangelernährung liegt vor, wenn der Körper über längere Zeit nicht ausreichend mit Energie und/oder wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Im Alter kann dies Körpermasse, Funktionalität und Selbstständigkeit beeinträchtigen. Ziel ernährungsbezogener Maßnahmen ist es, eine bedarfsgerechte Versorgung mit Energie, Protein, weiteren Nährstoffen und Flüssigkeit zu ermöglichen und den Ernährungszustand möglichst zu erhalten oder zu verbessern.3

Der Mangelernährung bewusst entgegenwirken

Mangelernährung kann sich im Alter oder bei bestimmten Erkrankungen schnell entwickeln. Um dem Risiko einer Mangelernährung effektiv zu begegnen, ist es notwendig, medizinischen Rat einzuholen und die passenden Maßnahmen zu ergreifen.

Fresubin Trinknahrung kann hier eine wichtige Unterstützung sein. Sie liefert dem Körper gezielt die essenziellen Nährstoffe, die für eine umfassende Versorgung und zur Stärkung des Körpers notwendig sind.

Entdecken Sie, wie Fresubin Ihnen helfen kann, Ihre Ernährung zu verbessern und Ihr Wohlbefinden zu fördern.

Wer hat ein erhöhtes Risiko für Mangelernährung im Alter?

Das Risiko steigt, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen, die die Nahrungsaufnahme verringern oder den Energie- und Nährstoffbedarf erhöhen.3

  • ältere Menschen, die gebrechlich, pflegebedürftig oder akut beziehungsweise chronisch krank sind 
  • Menschen mit wenig Appetit oder deutlich reduzierter Nahrungsaufnahme 
  • Menschen mit Kau- oder Schluckbeschwerden
  • Menschen mit neurologischen Erkrankungen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder bei Demenz beziehungsweise Parkinson 
  • Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die Einkaufen, Kochen oder selbstständiges Essen erschwert 
  • Menschen mit psychischen oder sozialen Belastungen, zum Beispiel Depression oder soziale Isolation 
  • Menschen, bei denen Medikamente, veränderte Sinneswahrnehmungen oder Verdauungsprobleme das Essen beeinflussen 

Kau- und Schluckstörungen, neuropsychologische Probleme, Immobilität und akute Krankheiten nennt die aktuelle S3-Leitlinie ausdrücklich als Faktoren, die bei anhaltend reduzierter Nahrungsaufnahme ein Mangelernährungsrisiko begründen können.3


Welche Warnzeichen können auf Mangelernährung im Alter hinweisen? 

Einzelne Beschwerden weisen noch nicht direkt auf eine Mangelernährung hin. Treten mehrere Anzeichen auf oder halten sie an, sollte die Ernährungssituation ärztlich oder ernährungsmedizinisch abgeklärt werden.1

  • unbeabsichtigter Gewichtsverlust
  • Kleidung, Gürtel oder Schmuck sitzen deutlich lockerer 
  • nachlassende Muskelkraft oder Schwierigkeiten bei alltäglichen Tätigkeiten 
  • anhaltende Schwäche, Müdigkeit oder geringere Belastbarkeit 
  • deutlich weniger Appetit oder kleinere Essensmengen 
  • wiederkehrende Kau- oder Schluckprobleme
  • häufigere Erkrankungen, verzögerte Erholung oder eine insgesamt schlechtere körperliche Verfassung 

Wichtig: Mangelernährung ist nicht allein am Körpergewicht erkennbar. Auch Menschen mit Normal- oder Übergewicht können unzureichend mit Energie, Protein oder einzelnen Nährstoffen versorgt sein.


 

Was ist bei unbeabsichtigtem Gewichtsverlust zu tun? 

Unbeabsichtigter Gewichtsverlust gilt als Leitsymptom einer Mangelernährung. Er sollte deshalb nicht als normale Begleiterscheinung des Älterwerdens abgetan werden.1

  • Gewicht und Veränderungen der Mahlzeitenmenge regelmäßig dokumentieren
  • mögliche Ursachen wie Appetitlosigkeit, Schmerzen, Zahnprobleme sowie Kau- oder Schluckbeschwerden ansprechen 
  • häufigere, kleinere Mahlzeiten anbieten, wenn große Portionen überfordern 
  • Speisen nach professioneller Empfehlung energie- und proteinreicher gestalten 
  • frühzeitig ärztlichen Rat oder eine qualifizierte Ernährungsberatung einholen 

Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Ausmaß. Nach ärztlicher Indikationsstellung erfolgt sie idealerweise stufenweise: zuerst über angepasste orale Ernährung, bei Bedarf ergänzt durch Trinknahrung und, wenn erforderlich, durch weitere Formen der Ernährungstherapie.1

Ernährungstagebuch

Ernährungstagebuch

Dateiname
Fresubin-Ernährungstagebuch.pdf
Größe
917 KB
Format
pdf


Wann kann medizinische Trinknahrung infrage kommen? 

Wenn normales Essen den Bedarf trotz Anpassungen nicht ausreichend deckt, kann medizinische Trinknahrung eine ergänzende Option sein. Die S3 Leitlinie nennt Trinknahrung als eine mögliche Ernährungsintervention für ältere Menschen mit Mangelernährung oder einem entsprechenden Risiko.3

 


Häufige Fragen zu Mangelernährung im Alter 

Frühe Hinweise können ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust, nachlassende Kraft, Schwäche, geringere Leistungsfähigkeit oder eine deutlich reduzierte Nahrungsaufnahme sein. Da die Beschwerden auch andere Ursachen haben können, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll. 

Ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust weist auf eine negative Energiebilanz hin. Dabei können Fett- und Muskelmasse abgebaut werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bezeichnet den Gewichtsverlust als Leitsymptom einer Mangelernährung.¹ 

Ja. Das Körpergewicht allein beschreibt den Ernährungszustand nicht zuverlässig, ob neben Energie, ausreichend Protein, Vitamine und Spurenelemente aufgenommen werden. Deshalb sollten auch Veränderungen der Essmenge, Kraft und Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden. 

Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei Gebrechlichkeit, Pflegebedürftigkeit, akuten oder chronischen Erkrankungen, Kau- oder Schluckstörungen, Immobilität, neuropsychologischen Problemen oder anhaltend geringer Nahrungsaufnahme.³ 

Häufig helfen kleinere Mahlzeiten, vertraute Lieblingsgerichte und eine energie- sowie proteinreichere Gestaltung der Speisen. Die Ursache des Appetitverlusts sollte abgeklärt werden, insbesondere wenn Gewicht oder Kraft abnehmen. 

Ärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn Gewicht unbeabsichtigt sinkt, über mehrere Tage deutlich weniger gegessen wird, Kau- oder Schluckprobleme auftreten oder Kraft und Leistungsfähigkeit merklich nachlassen. 

Trinknahrung kann ergänzend infrage kommen, wenn der Bedarf über normale Lebensmittel und angereicherte Speisen nicht ausreichend gedeckt wird. Die Auswahl sollte individuell und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.¹,³

1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Mangelernährung – Mangelernährung diagnostizieren und therapieren. Verfügbar unter: https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/diaetetik-und-kostformen/mangelernaehrung/

2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Ernährung älterer Menschen. Verfügbar unter: https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gezielte-ernaehrung/standard-titel/aeltere-menschen/

3. Volkert D, Bauer J, Benzinger P et al. S3-Leitlinie Klinische Ernährung und Hydrierung im Alter. Aktuelle Ernährungsmedizin. 2025;50:220–283. doi:10.1055/a-2548-7209. AWMF-Registernummer 073-019, Version 2.1. Verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/073-019